Kurzzeitfasten - Diät ohne Diät

Wer mich und nicht nur meine Worte kennt, weiß dass ich ein "großer" Mensch bin. Ich wurde von klein auf mit einem guten Appetit gesegnet, der durch meine Familie anfangs immer gut unterstützt wurde.

Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich immer viel Sport gemacht habe und bin zumindest im Erwachsenenalter, abseits einer Zeit des sehr intensiven Sporttreibens (rund 20 Stunden aktives Training pro Woche), doch immer sehr massig geblieben. Ich habe schon etliche Diäten, über Low-Carb, bis zu "einfachen" Kalorienzählen probiert. Bis dato hatte keine Diät nachhaltigen Erfolg bei mir gebracht - auch unter dem Gesichtspunkt, dass das Durchhalten von ausgeklügelten Diäten, aufgrund meines Lebensrhythmus in der zweifachen Selbstständigkeit sehr schwer ist.

In einer Fortbildung in hawaiianischer Medizin hatte ich den ersten Lichtblick, den ich aber nicht weiter verfolgte:

Markus, warum isst Du eigentlich an den Uhrzeiten, an denen Du ist? Fragte mich der Vortragende, Dr. Maka'ala Yates.

Meine Antwort war: Weil man morgens Frühstücken, mittags Mittagessen und abends Abendessen soll.

Und was ist mit Deinem Hunger - hast Du da einen?

Meine Antwort war: Ja!

Seine Antwort war: NEIN, das glaube ich Dir nicht. Du hast Gusta, Appetit, aber sicher keinen Hunger.

Im Laufe des Gespräches kam folgende Überlegung zutage: Hunger ist das physiologische Bedürfnis, Energiereserven wieder aufzufüllen, die man angebraucht oder verbraucht hat. Energie wird verbraucht, wenn man sich entweder körperlich, oder geistig aktiv hält. Ein Frühstück ist unter diesem Gesichtspunkt unnötig, sofern man nicht hungrig ins Bett gegangen ist. Nach der nächtlichen Ruhephase darf so kein richtiger Hunger vorhanden sein.

Diese Überlegung spielt mit dem heutigen Blog-Eintrag zusammen: Ich versuche mich seit fast einem Monat im Kurzzeitfasten - hier geht es darum, zwischen den Essenphasen, mindestens 16 Stunden oder mehr zu fasten (z.B. 8h essen / 16h fasten, um auf einen Tagesrhythmus zu kommen) - also nichts zu essen, aber auch keine Zuckerhaltigen Getränke zu konsumieren.

Vorteil bei dieser Form der Ernährung ist, dass es keine Einschränkungen auf bestimmte Nahrungsmittel gibt - eine hochwertige Nahrung ist ratenwert, aber es müssen beispielsweise auch keine Kalorien gezählt oder reduziert werden. Auch Naschen in einem gesunden Ausmaß ist ok. Durch diese Form der Ernährung, mit diesen langen Pausen, soll der Fettstoffwechsel wieder angekurbelt werden und man soll mit der Zeit ganz automatisch auf ein Idealgewicht kommen (welches nicht zwingend schlank sein bedeutet).

Bis jetzt geht es mir mit dieser Ernährungsvariante sehr gut, da ich auf nichts verzichten muss und sie auch sonst gut in meinen Alltag integrieren kann. Ich merke auch einige gesundheitlich-positive Effekte abseits einer geplanten Gewichtsreduktion.

Angeblich ist auch optisch das eine oder andere Kilo von mir runter ;-)

Ein Buch, dass ich Euch in diesem Zusammenhang sehr ans Herz legen will, ist: "Gesund und schlank durch Kurzzeitfasten: Wie Sie Ihre Ernährung selbst bestimmen und ganz ohne Diät abnehmen - Autor: Daniel Roth"

In diesem Buch wird wissenschaftlich fundiert, aber gut verständlich über alle Vorteile des Kurzzeitfastens berichtet.

Ich halte Euch auch mit Sicherheit mit einem Erfahrungsbericht, nach einigen Monaten, auf dem Laufenden.